Vestmanna-Norðskáli

Kein Velowetter, dafür dynamisches Fotowetter! Erst müssen wir uns den gleichen Weg zurück zum Ende des Tunnels bei Leynar kämpfen. Von dort aus führt ein Wanderweg quer über die Insel auf die andere Seite der Bucht. Die Strasse fährt rundherum. Den kurzen Leynartunnel können wir auf der alten teils schon moosbewachsenen Strasse umfahren und sehen am Ufer des kleinen Sees endlich einen luftdurchlässigen Holzschuppen, der zum Trocknen von Fleisch und Fisch dient. Die traditionellen Häuser sind aus Holz und sitzen auf einem Steinsockel auf, auffallend ist das Grasdach. Birkenrinde deckt die umlaufenden Latten ab. Die Holzkirche in Kollafjørður stammt aus dem Jahr 1837. Es ist zwar Sonntag, aber sie ist abgesperrt. Die vielen Autos und Cars überholen uns fast ausschliesslich in gebührendem Abstand und uns kommen auf der rund 40 km langen Strecke insgesamt gar drei Rennvelofahrer entgegen.

Bei Við Áir fahren wir an einer der einstigen Walfangstationen vorbei, das ist die letzte der sieben auf den Färöern, die noch steht. 1905 erbaut und von einer norwegischen und später färöischen Firma betrieben. Weltweit gab es über 200 davon, heute existieren noch deren drei (Australien und Georgien). Die Station soll in ein Museum umgebaut werden.

 

Erst in Oyarbakki, kurz vor unserem Tagesziel, finden wir eine geöffnete Tankstelle mit einem Shop. Bei Nieselregen gibt’s ein Käsesandwich und ein Glace. Nach dieser Erfrischung freue ich mich auf eine warme Wohnung. Unsere nächste Gastgeberin ist noch am Arbeiten, aber auch hier können wir schon rein.