al-Andalus

Während vier abwechslungsreichen Wochen waren wir in Andalusien per Bahn (500 km), Bus (200 km) und Velo (850 km) unterwegs. Vorbei ging es an vielen Olivenplantagen, aber auch Mandelbäume, Baumwoll- und Orangenplantagen, Tomaten- und Artischockenfelder säumten den Weg. Bei Sonnenschein floss der Schweiss in Strömen, bisweilen rann der Regen in Strömen, manchmal zerrte der Wind an unseren Nerven oder schob uns im besten Fall bergauf. Vom Sommerröckli bis zu den Daunenfinken kamen alle Kleidungsstücke zum Einsatz. Auch die Landschaft gestaltete sich abwechslungsreich und wurde nicht ausschliesslich von hügeligen Olivenhainen dominiert. Wie die Landschaft waren auch unsere Zwischenstationen vielgestaltig: die Mezquita in Cordoba bildete das erste Highlight, Jaén bleibt in Erinnerung durch seine Burg, die riesige Kathedrale und das Tramtrasse, das als Parkplatz fungiert. Wir wissen nun, dass Andalusien auch bei Touristen aus Asien beliebt ist. Tickets für ie Alhambra müssen Monate vorher erstanden werden, sonst bleibt nur der Blick auf die majestätische Burganlage. Von Granada aus fuhr ich schnurstracks in das Dörfchen Pinos del Valle, während Philipp den (Um)Weg über die Sierra Nevada wählte. Das weisse Städtchen Antequera kann mit einer Burganlage, prähistorischen Dolmen und einem schlafenden Mann aus Fels aufwarten. In Ronda gab es wegen des Regens eine Zwangspause inklusive Evakuation aus unserer Unterkunft. Da nach dem Unwetter der geplante Weg nicht befahrbar war, nahmen wir den Bus nach Cadiz. Neben dem schönen Wetter bleibt da auch in Erinnerung, dass die Hundehalter ihren Pflichten sehr nachlässig nachgehen und es für die Feiernden offensichtlich zu wenige öffentliche Toiletten gibt. Auf Cadiz folgte ein Abstecher nach El Rocio, wo man sich in eine Wildweststadt versetzt fühlte. Mit einem Schlenker über die Industriestädte Huelva und Minas de Riotinto ging es zurück nach Sevilla, wo wir noch den grossartigen Alcazar besuchten.