Schnudernase

Eine Erkältung ist immer etwas nervig. Ständig benötigt man Taschentücher und ist auf der Suche nach einem Abfalleimer. Erkältet zu sein in einem Land, in dem man in der Öffentlichkeit weder niest noch sich die Nase putzt, ist mühsam. So ist der Gang in eine Apotheke unvermeidlich. Die Packungsbeilage zeigt Bildchen einer hustenden und verschnupften Person mit Halsschmerzen. So falsch kann es also nicht sein. Mehr verstehe ich allerdings nicht. Die Pillen sind in einer üblichen Kartonschachtel verpackt, zusätzlich sind die Blister eingeschweisst. Ziemlich vieles ist hier verpackt und in der Verpackung nochmals verpackt. Das Zeugs wirkt, ich nehme zwar nur eine an diesem Tag anstatt der vorgeschlagenen Dosis von dreimal zwei Tabletten täglich, aber schon die eine wirkt. Ich schlummere im Zug rasch ein und werde von Philipp bei bestem Blick auf den Fuji geweckt. Auf dem Hinweg haben wir den Riesen aufgrund des regnerischen und grauen Wetters nicht gesehen. Heute erstrahlt der Vulkan aber in seiner ganzen Pracht!

In Tokyo angekommen, steigen wir auf einen Regionalzug und später auf die Metro um. Wir sind zum Glück nicht zur rush hour unterwegs und finden so gut Platz in der Metro. In Fuchū angekommen, werden wir freundlicherweise von Christoph, Philipps Cousin, abgeholt und machen vor Sonnenuntergang einen Spaziergang durch die Kirschblütenstrasse zum Kirschblütenpark!