Park der sechs Tugenden (Kenroku-en)

Auch hier sind wir für die Kirschblüten einige Tage zu früh dran. Dafür sind die Zwetschgen schon in voller Blüte – auch schön! Bevor wir zu einem der drei berühmten Gärten Japans gelangen, schlendern wir durch die Burganlage von Kanazawa. Die Burg erstrahlt wie jene in Himeji in Weiss, mehrere Anlagen aber sind komplett rekonstruiert. Sie fügen sich gut ins Gesamtbild ohne den Anschein zu erwecken, alt zu sein. Auch diese Wehranlage ist von einem Wassergraben umgeben und die leicht wirkenden Bauten erheben sich auf massiven Steinmauern. Dass die Bauten nicht ganz so luftig leicht sind, wie sie wirken, zeigt der Querschnitt einer rekonstruierten Mauer.

Wir sind nicht alleine unterwegs, die grösstenteils japanischen Touristen strömen in Scharen in den Park, der die sechs Prinzipien eines Landschaftsgartens vereinigt: Weitläufigkeit und Abgeschiedenheit, Kunstfertigkeit und Althergebrachtes, fliessendes Wasser und weiten Blick. Nach dem ausgiebigen Bestaunen und Durchwandern des Gartens schlendern wir zurück in Richtung Bahnhof und genehmigen uns ein feines Artischoken-Sandwich mit Salat und leckerer Kürbissuppe im zuvor ergoogelten Curio Espresso. Es lohnt sich, online nach vegetarischen Optionen Ausschau zu halten.