Lahme Riesenechsen und bunte Meeresbewohner

Heute steht das Bestaunen der Komodo-Warane auf dem Plan. Die sind schliesslich der Grund für den Besuch auf Flores. Da wir nur einen Tagesausflug machen, fahren wir nicht zur weiter weg gelegenen Insel Komodo, sondern nach Rinca. Wir sind mit einem kleinen Holzboot mit einem Steuermann und einem Schiffsjungen sowie zehn Gästen unterwegs. Zwar nur aus Distanz, aber wir sehen eine Gruppe Delfine! Wir sind zwar auch nur mit Turnschuhen ausgerüstet, aber die Badeschlappen der einen Gäste lassen darauf schliessen, dass das keine grosse Wanderung auf Rinca werden wird. Es werden schliesslich zwei Gruppen gemacht. Die Badeschlappen-Touris sowie die weniger Fitten nehmen den kurzen Pfad, zu viert entschieden wir uns für den mittleren Weg, der ganze 1.5 km lang ist! Begleitet werden wir von je einem Ranger. Diese sind mit einem langen Stock mit Astgabel ausgestattet, um die Viecher auf Distanz halten zu können.

 

Komodo-Warane haben eine sehr gute Nase und so tummeln sich viele dort, wo die Häuser sind. Man hätte also einfach vor Ort bleiben und die schampar träg aussehenden Tierchen auf einer Bank sitzend bestaunen können. Dass Komodo-Warane schneller als wir rennen können, ist schwer vorstellbar – aber das ist es bei Krokodilen ja irgendwie auch. Auch dort hätte man den Eindruck, man würde so einem Tier locker davon sprinten. Dem soll aber nicht so sein. Wir begegnen zwar zwei Müttern, die vor ihrem Nest liegen, testen mussten wir aber dennoch nicht, wie schnell die unterwegs sein könnten, wenn sie denn wollten/müssten. Neben den Waranen sehen wir noch Affen und Kiwi ähnliche Vögel.

 

Der nächste Stopp wird bei einer kleinen Insel zum Schnorcheln gemacht mit fast weissem Sand, türkisblauem Wasser und vielen bunten Fischchen, Seesternen und Muscheln. Den Babyhai habe ich beim Schnorcheln verpasst, dafür einen später nur zwei Meter vom Strand entfernt gesehen. Eine andere Welt, dort unten. Zuletzt gibt es noch an einem pink beach einen Halt. Kleine, rote Korallen verleihen dem Strand eine andere Farbnuance. Der Begriff pink beach scheint aber doch etwas übertrieben, klingt aber werbewirksam.