Verkehr(t)

Man beachte die Pfeile und die Richtungen, in welche sie weisen. Ist das in der Schweiz auch so besch. gelöst?
Man beachte die Pfeile und die Richtungen, in welche sie weisen. Ist das in der Schweiz auch so besch. gelöst?

Mit dem Linksverkehr ist es so eine Sache. Bis anhin kannte ich in erster Linie London und fand das dort nie eine besondere Herausforderung. Meist stand in grossen Lettern geschrieben, in welche Richtung man blicken muss, und bei einem konstanten Verkehrsfluss ist es grundsätzlich einfach weniger ein Problem.

 

Einen konstanten Verkehrsfluss gibt es in Durham auch, und zwar von etwa 8-10 und 16-18 Uhr, allerdings eher mit Verkehr als Fluss. Dazwischen sieht es aber anders aus und nur wenige Autos kommen da aus der falschen Richtung auf einem zugerast. Als keinerlei Herausforderung stellt sich als rollender Verkehrsteilnehmer der Kreisel dar. Da fahre sogar ich richtig, obwohl mir ja in den ersten Tagen als Fussgänger in Durham der Gedanke kam, dass ich wohl ein verkehrstechnischer Analphabet bin.

 

Mit dem Velo komme ich inzwischen ganz gut zurecht, ich darf einfach nicht damit rechnen, dass mir der Vortritt gewährt wird und muss mir schon noch ab und an überlegen, was für mich nun richtig wäre und es dann falsch machen. Überhaupt nicht damit gerechnet hatte ich, dass es eine Herausforderung ist, als Velofahrer über die rechte Schulter nach hinten zu schauen, das geht mir immer noch gegen den Strich. Auch grosse, verkehrsfreie Kreuzungen, die ich in der Diagonale überquere, erfordern von mir noch gewisse Denkkapazitäten – das wird sich aber hoffentlich in den nächsten Wochen bessern.

 

Ganz nett sind gewisse Verkehrsmarkierungen. Bei den „waiting restrictions“ handelt es sich um einfache gelbe Linien (< als 24h Parken zu gewissen Zeiten erlaubt) oder doppelte gelbe Linien (durchgehendes Parkverbot) entlang des Strassenrandes, beim Halteverbot handelt es sich – soweit ich das verstanden hatte – um zur Strasse quer verlaufende Linien. Die Parkverbot-Markierungen hat es überall, wo man nicht parken darf. Und zwar auch an jenen Strassen, bei denen es nur schon der gesunde Menschenverstand nicht erlaubt, da mal flott sein Auto hinzustellen. Das bedeutet aber auch wiederum, dass so ziemlich überall dort, wo diese Streifen nicht vorhanden sind, geparkt wird.