bye bye

Achtung giftig

Velotour

Palmendieb

Christmas Island

Weiss - Türkis - Blau

Auf und davon

Palmenwald

Über den Wolken

Zoo

Weiterreise

Schnurstracks gelangen wir an den Flughafen: 27 Minuten, neuer Rekord (der Taxifahrer fuhr zwar schnell, aber nicht völlig wie ein Henker). Bereits um halb acht sind viele Leute auf den Beinen oder auf zwei Rädern! Am Sonntag wird eine Hauptachse für den motorisierten Verkehr gesperrt und darauf tummeln sich schon am frühen Sonntagmorgen viele Freizeitsportler: Jogger, Velofahrer und spazierende Familien.

 

Im topmodernen Terminal 3 warten wir auf unseren Abflug und landen gut vier Flugstunden später in Perth. 

Malls

Zusammen mit Sophie wollen wir nach einem ausgiebigen Frühstück das Forestry Museum besuchen. Leider stellen wir vor Ort fest, dass das Museum am Wochenende geschlossen ist. Auf dem Heimweg machen wir einen Abstecher zu einer indonesischen Mall, wo alles einiges dichter, gedrängter und vor allem lauter ist als im Lotte Shopping Center. Dafür sind die Preise niedriger. Schon nach kurzer Zeit stürmen wir drei wieder raus. Auch im Lotte ist viel los. Die Schlange beim Eingang ist lang. Es dauert somit auch länger, um durch die Kontrolle zu gelangen. Jede Tasche wird mit einem Handgerät gescannt. Der Beep-Ton erklingt bei jedem, der durch den Metalldetektor schreitet und auch das Scannen jeder Tasche erzeugt einen Warnton. Die Tasche wird jedoch umgehend an den Besitzer zurückgegeben und man darf die Mall betreten. Ein Gekreische ist schon unten an der Rolltreppe gut zu hören. Es stand zu befürchten, dass das Aufbauen der Tribüne nahe des Haupteingangs einen Event am Wochenende zur Folge haben wird. Viele junge Indonesier stehen Schlange, weshalb erschliesst sich uns nicht ganz. Irgendwelche Südkoreanischen Stars sind offensichtlich der Grund für das Gekreische und Gedränge. 

Botanischer Garten

Heute geht es nochmals raus! Mit dem Lokalzug fahren wir gut eine Stunde nach Süden, wo wir in Bogor den Botanischen Garten besuchen.

Wir sehen einen Muskatnussbaum, der älteste Baum des Parkes von 1862 steht leider nicht mehr, der Litschibaum ist umgekippt – bietet nun aber Lebensraum für drei Monitorlizzards. Auch Eisvögel können wir bestaunen.

 

Nach diesem grünen Ausflug geht es am späten Nachmittag wieder zurück in die Grossstadt. 

Es glitzert und glänzt

Am Morgen machen wir einen Abstecher zum Edelsteinmarkt. Denn viele Indonesier tragen einen Ring mit einem grossen, ovalen (Halb)edelstein von zwei bis drei Zentimetern Durchmesser. Wie wir dem Reiseführer entnehmen, wurden vor knapp zehn die Verkaufsbuden abgerissen und die Geschäfte in ein neu errichtetes Gebäude verfrachtet. Das Gebäude hat wenig Charme und erweckt einen wesentlich älteren Eindruck. Drinnen glitzert und glänzt es an den Verkaufsständen, wo Rubine und andere Edelsteine in kleinen Plastikschachteln oder in kleinen Körbchen dargeboten werden. Wir finden im Obergeschoss einen Verkaufsstand, der sich auf Lapislazuli spezialisiert hat. Ansonsten wird an fast alle Ständen ein ähnliches Sammelsurium verschiedener Edelsteine dargeboten. Andere Geschäfte bieten die Fassung an, es hat auch Werkstätten, wo gefeilt, geschliffen und poliert wird. Es herrscht ein emsiges Treiben im Innern und es ist stickig heiss. Weder Rolltreppen noch Klimaanlagen sind am Laufen.

 

Mit dem Taxi gelangen wir wieder zum Luxustempel, wo wir für den Rest des Tages die Ruhe in Sophies Apartment geniessen.

Teh

Mit einem englischsprechenden Taxifahrer begeben wir uns frühmorgens in Richtung Norden. Auf dem Weg hoch zur Teefabrik reiht sich Gartengeschäft an Gartengeschäft. Der Taxifahrer hat seinen Dienst bereits um fünf Uhr morgens angetreten und wird mit einer Viertelstunde Pause alle 2.5h bis etwa 10 Uhr abends arbeiten. Unser Tag ist nicht halb so streng. Wir besichtigen zuerst eine Teefabrik, danach geht es vorbei an Teeplantagen wieder runter nach Bandung.

Wir lassen uns beim Geologischen Museum absetzen, wo es von Schulklassen in bunten Uniformen nur so wimmelt. Bei einigen Klassen tragen alle Mädchen Schleier und Rock, andere sind mit T-Shirt und Jeans anzutreffen. Gemeinsam haben alle, dass sie Selfies mit Ausländern machen wollen. Ich posiere mehrfach als Fotomodel und ziere nun vielleicht zahlreiche Facebook-Streams.

 

Ruhe finden wir am späten Nachmittag in einem Pizza Hut, wo wir fast die einzigen Gäste sind. Für gewöhnlich meide ich solche Plätze, jetzt empfinde ich diesen amerikanisch anmutenden Ort der Ruhe mit Pizza und Eiscrème ohne Gewusel und Strassenlärm gerade als paradiesisch.  

Zugfahrt

Ekonomi war ausverkauft, weshalb wir am Vortag ein Ticket für die Klasse Bisness buchten für den Zug um 8:20 Uhr in Richtung Bandung. Zum Frühstück gibt es frisch gepressten Orangensaft, der nach Mandarinen schmeckt und mit Omelette gefüllte Toastbrote. Die kurze Strecke zum Bahnhof können wir zum Glück zu Fuss zurücklegen. So sind wir nicht auf ein Taxi angewiesen, müssen uns aber am dichten Verkehr vorbei zum Bahnhof schlängeln. Dort angekommen ist das Ticket durch Eingeben des Buchungscodes rasch ausgedruckt und wir können bereits auf das Perron. Uns ist allerdings nicht klar, auf welchem Gleis der Zug fährt. Wir sehen zwar viele Leute, aber keine Schilder, wo angegeben ist, welcher Zug auf welchem Perron fährt. Ich erkundige mich bei einem Uniformierten. Er zeigt mir, wo wir warten sollen. Dort schickt mich aber ein anderer Uniformierter wieder zurück. Ich bin etwas verwirrt. Der erste Uniformierte merkt das und deutet dem anderen, dass wir auf der anderen Seite des Gleises warten sollen. Kurz darauf meint er der Verwirrung Stiftende der Zug fahre auf dem Gleis 4 – wo wir bereits stehen – weist uns aber den Weg zum Gleis 3. Wir sind verwirrt. Zum Glück hat es aufmerksame Passagiere, die wissen, wie der Hase läuft und uns sagen, dass wir warten sollen, wo wir bereits sind. Der erste Zug fährt ab, das andere Perron wird frei, alle strömen dorthin, kurz darauf fährt der Zug ein. Die uniformierten Herren machen mit Trillerpfeifen auf den einfahrenden Zug aufmerksam. Eine Über- oder Unterführung gibt es nicht. Wir steigen ein und kurz darauf geht es auch schon los. 12 Minuten früher als wir meinten, bereits um 8:08 setzt sich der Zug in Bewegung. Diese Zeit ist auch auf dem Ticket aufgedruckt – es lohnt sich also, rechtzeitig am Bahnhof zu sein!

Sitzen ist Gift für meinen Rücken. Ich versuche zwar regelmässig aufzustehen und einige Schritte zu laufen, aber eine Besserung spüre ich nicht. Morgens hab ich eine Ponstan genommen, das dämpft den Schmerz wenigstens für einige Stunden. Nach Abklingen finde ich es dann aber umso mühsamer. Mir graut vor dem langen Heimflug.

In Bandung angekommen kaufen wir sogleich das Bahnticket für die Weiterfahrt nach Jakarta. Ein Mann mit einem Autoschlüssel in der Hand hat mich erspäht und folgt mir nun auf Schritt und Tritt. Er zeigt (ungefragt) wo wir das Ticket kaufen müssen und erklärt mir den Automaten, obwohl auch jemand von der Bahngesellschaft da ist, der dies macht. In solchen Momenten sehnen wir uns nach den zurückhaltenden Kirgisen.

 

Auch ohne Hilfe des Herrn gelangen wir zum Hotel, das unser Taxifahrer als very nice beschreibt. Nun, unter very nice verstehe ich zwar nicht ein fensterloser Raum und zwei kleine Kakerlaken im Bad, aber für zwei Nächte ist es ok. Zudem kann man für den Preis wohl nicht mehr erwarten. 

Borobudur

Peter hat uns so sehr von der morgendlichen Dämmerungszeit in Borobudur – wenn die Statuen aus dem Dunkeln ins Licht treten – vorgeschwärmt, dass wir dies auch erleben wollen. Also springen wir bereits um vier aus den Federn. Doch das Frühaufstehen sollte nicht belohnt werden, kurz darauf beginnt es zu regnen. Also kriechen wir wieder unter die Decke und schlafen noch etwas weiter. Das Absteigen im überteuerten Menohara hat sich insofern schon gelohnt. Die an der Rezeption warteten Touris erklimmen bei strömenden Regen den Tempel, während wir zurück ins Zimmer gehen und weiterschlafen können. Allerdings ist es eine Geldmacherei, auch von den Hotelgästen zusätzlich Geld für das «Sunrise» Ticket zu verlangen (der Ticketpreis während der normalen Öffnungszeiten ist inbegriffen). Aber das Personal ist überaus freundlich und hilfsbereit und auch das reichhaltige Frühstücksbuffet ist dem Preis angemessen. Als wir um sechs zum Tempel hochsteigen, befinden sich die Sonnenaufgang-Touristen nass und frierend schon auf dem Heimweg und die grossen Busse sind noch nicht da. Es bleibt uns eine knappe Stunde, um mit wenigen Leuten die einzelnen Stufen zu umrunden. Der Tempel ruht umgeben von saftigem grün und nebelverhangenen Hängen in der Landschaft. Bald darauf kommen die Besucher im Strömen, viele Gruppen und grosse Schulklassen. Da ist es fertig mit der Ruhe. Wir erkunden die Reliefs auf den untersten Stufen der Anlage. Diese erzählen Geschichten von Buddhas, betenden, feiernden und kämpfenden Menschen, aber auch von Elefanten, Affen, Tigern, Löwen und Wasserbüffeln. Unten angekommen, werden wir von Schulkindern angesprochen. Kardian musste aber das Eis brechen, sonst hätten sie sich wohl nicht getraut. Alle haben eine Liste, Schreibunterlagen und einen Stift in der Hand. Ein Kind macht die Einleitung und stellt sich vor, fragt wie wir heissen und woher wir kommen. Jedes einzelne stellt eine Frage, anschliessend füllen wir die Tabelle aus und geben eine Bewertung. In Anbetracht der grossen Menge an Schulkindern flüchten wir wieder in die Hotelanlage und beginnen mit der ersten Runde beim Frühstücksbuffet.

Nach dem Auschecken um zwölf Uhr fahren wir mit einem Uber-Taxi noch etwas in die Höhe, um die Tempelanlage aus der Ferne betrachten zu können. Das Restaurant des Luxushotels Plataram bietet dafür die entsprechende Kulisse. Der Blick von hier ist toll, die Anlage ebenfalls, die Preise sind aber dementsprechend.

Zurück in Yogya erkunden wir noch Teile des verwinkelten Kratons, wo der hiesige Sultan heute noch wohnt. Danach gibt es die lokale Spezialität Gudeg bestehend aus Reis (natürlich, das gehört zu jeder anständigen Mahlzeit) mit in einer braunen Sauce gekochter Jackfruit und einem ebenso braunen Ei. Ganz so lecker sieht es für unsere Augen nicht aus, es mundet aber. Philipp wählt etwas zu trinken aus, das so härzige Vöglein drauf hat. Es schmeck undefinierbar wässerlich, eigentlich gar nicht so schlecht – bis wir realisieren, was es ist. Vor einigen Monaten sahen wir eine Doku, wie Leute unter abenteuerlichen Umständen Schwalbennester in Höhlen abkratzen und aus dem Speichel der Viecher irgendein Gebräu gemacht wird. Die Flasche wird daraufhin nicht leergetrunken.

 

Im sympathischen Kaffee Wanderlust in der Nähe unseres Hotels verabschieden wir erst Sophie und weniger später Kardian, bevor auch wir uns auf den Heimweg machen.

Prambanan

Heute steht wieder einmal Busfahren auf dem Programm, aber Stadtbus – ein Novum für uns. Eingestiegen wird knapp einen Meter über dem Strassenniveau an kleinen überdachten Bushaltestellen. Für etwa 30 Rappen gelangen wir so in rund 40 Minuten nach Prambanan, wo wir bereits von Sophie erwartet werden. Wir fahren an mehreren Velofahrern vorbei. Diese sind mit Helm (die meisten wenigstens), blinkenden Lichtern, Mountainbikes und Rennrädern ausgerüstet. Unter diesen Verkehrsbedingungen Velozufahren (von den Witterungsbedingungen ganz zu schweigen) – für uns unvorstellbar!

 

Nach dem Bezahlen des Eintritts von 25 USD warten wir den ersten Regenschauer unter dem Dach ab und genehmigen uns den «Welcome Drink». Die viel Eintritt bezahlenden ausländischen Touristen erhalten einen Becher Tee oder Kaffee. Aber, die Anlage ist gut im Schuss, Restaurierungsarbeiten sind im Gange, es liegt kein Abfall rum, alles wirkt gepflegt. Danach erkundigen wir die Anlage, bevor wir uns, gestärkt mit einem lokalen Snack bestehend aus in Omeletten eingewickelten eingekochtem Reis mit Käse, Bananen oder Jackfruit-Füllung, per Taxi auf den Weg nach Borobudur machen. Aufgrund der effizienten Fahrweise unseres Chauffeurs erreichen wir nach 1.5 Stunden die zweite UNESCO Weltkulturerbe Stätte des Tages: Borobudur. Spätabends stosst Kardian nach dem Besuch einer Hochzeit in Yogya noch dazu.

Yogya

Kardian chauffiert uns an den Bahnhof. Schnell ist die Buchungsnummern am Ticketautomaten eingetippt und das Ticket ausgedruckt. Wir verabschieden uns vorerst von unserem Gastgeber. Der Zug wartet bereits auf dem Perron und ist bei Abfahrt sogar noch halbleer. Wir können uns also ausbreiten und zwei Fensterplätze in Beschlag nehmen.

 

In Yogya angekommen, müssen wir erst den Ausgang des Bahnhofs finden. Die zahlreichen in verschiedene Richtungen weisenden Exit-Schilder sind etwas verwirrend bis wir realisieren, dass man durch die wartenden Züge hindurch zum Ausgang gelangt. Für Philipp mit sehr viel Gepäck und ich mit sehr viel weniger Gepäck aber immer noch bei eingeschränkter Mobilität ist das etwas mühsam. Unser Hotel liegt in Bahnhofsnähe in einem kleinen Gässchen, wo nicht mal Mopeds fahren dürfen – perfekt! Die wenigen Meter entlang der Hauptstrasse ohne Trottoir resp. mit Trottoir, das von parkenden Autos, Mofas und Tuktuks in Beschlag genommen wird, ist schon mühsam genug. 

Bromo: der startende Jet

Wieder einmal geht es früh los. Wir werden von Jon, einem Freund von Kardian abgeholt. In einem Jeep brausen wir durch Malang und in die Berge hoch. Nach einer Stunde Fahrt gibt es eine Pause mit Kaffee, Tee, Kartoffeln und Singkong. Zum Essen ist es zwar etwas zu früh, wir probieren aber – nachdem das extra für uns aufgetischt wird – Singkong. Ich hatte noch nie gekochten Maniok gekostet, schmeckt wie Kartoffel, die Konsistenz ist etwas anders, fein!

 

Danach geht es steil hoch, wenig später steil runter, geradeaus über eine Sandpiste und wieder hoch – wir erreichen den ersten Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang. Erst bei der Rückfahrt realisieren wir, wo wir entlanggefahren sind: auf einer auf beiden Seiten steil abfallenden Rippe ging es nach oben, dann steil in den riesigen Krater runter, quer durch den Krater des Tengger und wieder hoch. Noch in der Dämmerung heben sich die Umrisse der beiden konischen Vulkane Semeru und Batok von der Umgebung ab, dazwischen liegt der Vulkan Bromo. Das ist wahrscheinlich die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Indonesiens. Der Semeru stösst mehrfach pro Stunde eine grosse Dunst- und Aschewolke aus und liegt ansonsten ruhig in der Landschaft – so schaut es zumindest aus der Ferne aus. Auch aus dem Bromo dampft es regelmässig. Manchmal haben wir den Eindruck, wir hören einen Lärm – wie ein Flugzeug aus der Ferne. Nach dem Sonnenaufgang geht es wieder runter in den Tengger-Krater und zu den zig anderen Jeeps, alles Toyota Landcruiser in verschiedenen Farben und unterschiedlichen Alters. Noch fahrend kommen drei Reiter auf uns zu geprescht, sie hoffen auf Kundschaft. Aber auch hier haben wir vor, die Strecke von 500 Meter zu Fuss zurückzulegen und auch ohne fremde Hilfe den Kraterrand zu erklimmen, was keine sonderlich grosse Herausforderung ist, wenn man nicht täglich 50 Zigaretten raucht. Beim Näherkommen wird der Flugzeuglärm lauter, schnell ist klar, das ist der Vulkan! Wie laut diese Geräusch allerdings ist, realisiert man erst, wenn man am Kraterrand steht, der steil auf beide Seiten hin abfällt. Inmitten des Kraters ist ein senkrecht nach unten ragender Schlund, wie tief dieser ist, ist nicht ersichtlich. Daraus schiesst der Dampf und das tönt wie ein startender Düsenjet, man versteht sein eigenes Wort kaum. Beeindruckend! Dass man da auf die Idee kommt, man müsse irgendwelche Götter milde stimmen und Gaben in den Krater werfen, verwundert mich keineswegs. 

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Bahnfahrt

Früh geht es los, der Zug nach Malang fährt schliesslich schon um halb sieben. Noch schnell die letzten Sachen in den Rucksack verstauen und schon ist es passiert – habe die Quittung für vier Monate kein Krafttraining erhalten. Ich kann mich zwar fast noch rechtzeitig auf dem Bett abstützen, aber eben nur fast. Für einen Hexenschuss hat es gereicht. Die siebenstündige Zugfahrt verspricht heiter zu werden. Mein grosser Rucksack schafft es nur dank meines Packeselis an den Bahnhof und in den Zug – das wird sich auch in den folgenden Tagen nicht ändern, leider.

Zug ist definitiv das beste Fortbewegungsmittel in Indonesien (oder eine vertrauenswürdige Airline). Die Zugfahrt ist herrlich und das Sitzen mit Ponstan 500 auch relativ gut zu ertragen. Aus dem Fenster können wir die vorbeiziehende Landschaft mit genügend Beinfreiheit (vorausgesetzt es sitzen Einheimische vis-à-vis) bestaunen. Da der Zug an den Schienenverlauf gebunden ist, muss auch nicht befürchtet werden, er fahre plötzlich in eine andere Richtung, um noch weitere Leute einzuladen… Flott geht es voran, es gibt Tee, Kaffee, Chips und Nudelsuppe – wunderbar!

 

Kurz nach Mittag kommen wir in Malang an, wo uns Kardian – mein einstiger und einziger indonesischer Airbnb-Gast – bereits erwartet. Zusammen essen wir in einem Restaurant etwas zu Mittag, es gibt Gado-Gado, eine lokale Spezialität. Danach dürfen wir uns bei Kardian daheim ausruhen, während er wieder zur Arbeit muss. Abends führt er uns in ein Vegetarisches Restaurant, wo es nochmals diverse Leckereien gibt. Unten auf der Menükarte heisst es: egg free, no onion, no garlic, meatless.

Blaues Feuer

Um Mitternacht geht es in Kalibaru los. Nach rund zwei Stunden Fahrt erreichen wir den Ausgangspunkt für die Besteigung des Kawah Ijen im Ijen Merapi Maelang Reserve. Wir sind nicht die einzigen, die schon zur frühen Morgenstunde auf den Beinen sind. Der Parkplatz ist voll mit Jeeps, Touristen und Verkäufer, die auf Kundschaft hoffen. Da wir nicht vorhaben, in den Krater runterzusteigen, benötigen wir auch keine Gasmaske. Dieser Vulkan ist für seinen Schwefelabbau und den Kratersee, der auch als grösstes Säurefass der Erde bezeichnet wird, bekannt resp. berühmt berüchtigt. Am Südostufer des Sees wird seit rund 50 Jahren Schwefel abgebaut. Der gasförmige Schwefel wird durch Rohre zur tiefer gelegenen Entnahmestelle geleitet, wo er sich zu einer zähen Masse verflüssigt und mit Eisenstangen von lokalen Arbeitern gebrochen wird. Träger schultern zwei Bambuskörbe und bringen so die Schwefelbrocken zum 200 m höher gelegenen Kraterrand, wo das leuchtend gelbe Gestein auf Karren umgeladen und runtergekarrt wird. Wenn sich der Schwefel entzündet, fliesst er als leuchtend blau brennender Strom in den Kratersee – für dieses Spektakel sind all diese Touris und auch wir schon so früh auf den Beinen. Der Weg hoch zum Kraterrand ist zwar teilweise recht steil, aber so ausgebaut, dass ein Führer nicht notwendig ist. Da wir vorhaben, die rund 500 Höhenmeter aus eigener Kraft zu bewältigen, benötigen wir auch nicht drei Jungs, die Touris in Handkarren hochziehen und stossen. Je nach zu befördernder Masse muss das ein grosses Mühsal sein! Während des einstündigen Aufstieges werden wir mehrfach mit «Taxi, Taxi» angesprochen. Gegen oben wird der Weg schmaler, ein Vorankommen im Dunkeln ist fast nur noch im Gänsemarsch möglich. Viele der Schwefelträger sind mit Flipflops oder mit Gummistiefel ausgerüstet, die meisten Touristen sind in Turnschuhen oder Sandalen unterwegs. Beim Kraterrand angekommen, steigen wir weiter hoch während der Touristenstrom sich im Gänsemarsch über eine Geröllhalde nach unten bewegt. Die Aussicht hält sich in Grenzen, vorerst versperrt eine grosse Nebelwolke den Blick in den Krater. Diese verzieht sich jedoch plötzlich und wir erblicken weit unten das blaue Feuer, dahinter viele kleine helle Punkte, die sich auf das blau wabernde Licht zu bewegen. Ab und an flackert ein Blitzlicht auf und stört die Ruhe oder irgendein Depp zündet mit einer starken Lampe in der Gegend rum. Noch in der Dämmerung beginnen sich gelb leuchtende Schwefelbänke und das Blau des Kratersees abzuzeichnen und wir erblicken Schwefelträger, die sich an den Touristenströmen vorbei nach oben zwängen. Wir bereuen unsere Entscheidung, nicht zum Kratersee abzusteigen, keinesfalls. Auch wenn das «blaue Feuer» aus der Nähe sicher noch eindrücklicher ist. 

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Plantagentour

Die heutige Tour ist ein Highlight! Neben Kakao-, Kaffee- und Gummiplantagen, bekommen wir auch Pfeffer- und Nelkenpflanzen zu Gesicht. Zudem sehen wir wie all diese Produkte in derselben Fabrik verarbeitet werden. Wir haben sehr viel gelernt in sehr kurzer Zeit!

Effinciency and Maintenance

Nach einem feinen Frühstücksbuffet machen wir uns auf zur Busstation. Sogleich angekommen, werden wir von mehreren travel agents bestürmt, die uns alle ein Bus-Ticket verkaufen wollen. Dieses Gstürm empfinden wir als eher nervig, wir lernen aber, damit umzugehen.

Kurz darauf sitzen wir im richtigen Bus nach Java und die Fahrt geht auch nach kurzer Wartezeit los. Kaum den Busbahnhof verlassen, halten wir zwar schon wieder ein erstes Mal an, um weitere Leute einsteigen zu lassen. Wieso diese nicht zur Busstation kommen konnten, ist und bleibt uns schleierhaft. Von unserem nächsten Gastgeber, der schon seit 40 Jahren immer wieder in Indonesien weilt, lernen wir: es gibt zwei Begriffe, die die Indonesier nicht kennen: efficiency and maintenance… Auch das zweite bekamen wir am selben Tag noch zu sehen (zum Glück aber nicht «zu spüren»). Der Zustand der Fähre, die uns auf die Insel Java brachte, war katastrophal. Sollte es eine schwarze Liste der EU mit Fährbetreiber geben, so wäre diese garantiert gelistet gewesen. Zum Glück war die Überfahrt nur kurz. Man schaut aber schon nach, wo die Schwimmwesten und Rettungsbote sind und welche am ehesten noch einsetzbar wären. Diejenigen Rettungsbote, bei welchen Wasser raustropft, kann man wohl ausschliessen… Zudem sind wir froh über die ruhige See. Bei hohem Wellengang müsste man sich fragen, ob man sein Leben wirklich dem Schiff und der Crew anvertrauen möchte. Bei letzterem bin ich mir auch nicht sicher, wie gut diese Leute (falls überhaupt) geschult werden. Heute läuft jedoch alles wie am Schnürchen: das Herumkurven in Denpasar und Leute einladen dauert nur etwa eine Stunde, am Fährhafen angekommen, geht es umgehend auf die Fähre und wir werden auch am richtigen Ort rausgelassen, damit wir die wenigen Schritte zum Rumah Kita Guesthouse zu Fuss zurücklegen können. Schon Tage zuvor lasen wir auf tripadvisor und booking.com über diese Oase der Ruhe und den wunderschönen Garten und wir werden nicht enttäuscht. Peter erwartet uns, uns werden Orangensaft und zwei leckere Frühlingsrollen serviert und wir werden in ein wunderschönes, grosszügiges und stilvoll eingerichtetes Zimmer geleitet während der Regen über uns niederprasselt. 

 

Andere Länder, ander Organisation

Nach der letzten Busfahrt entscheiden wir uns für den komfortableren Bus und buchen ein Ticket online. Wir erhalten eine Buchungsnummer, die wir am Busbahnhof zeigen, woraufhin uns ein Ticket ausgestellt wird. So weit, so gut! Unser Gepäck landet unten im Gepäckfach, die Sitze sind nicht ganz so nah aufeinander und man hat sogar einige Zentimeter Beinfreiheit. Um 9.30 anstatt um 9.15 Uhr geht es los. So weit, so gut! Wir fahren durch die Stadt, ohne ständig anzuhalten und neue Leute einzuladen. Es raucht niemand im klimatisierten Bus. So weit, so gut! Aus dem Fenster gibt es viele Reisfelder zu bestaunen. Heftiger Regen setzte ein. Da ist man froh, im trockenen Bus sitzen und rausschauen zu dürfen. So weit, so gut! Nach einer Stunde Fahrt halten wir an einer kleinen Bushaltestelle an. Alle werden aufgefordert aufzustehen, wir sind ratlos, erheben uns ebenfalls bis dann allerdings jemand vorne sagt, dass die Poulets sitzen bleiben können und uns gedeutet wird, uns wieder hinzusetzen. Alle anderen müssen sich in den vorderen Reihen hinsetzen, wir bleiben hinten. So weit, ganz ok! Rund 20 junge Männer laden ihr Gepäck ein und stellen sich wieder unters Dach. Wir wundern uns. Es vergeht eine Stunde. Wir beginnen uns etwas zu nerven. Erst recht als der GPS-Punkt auf meinem Handy anzeigt, dass wir nicht nach Süden gefahren sind, wo der Fährhafen ist, sondern ins Landesinnere und nun mitten auf der Insel sind. Nach gut einer Stunde steigen alle ein, es geht weiter. So weit, ok! Draussen regnet es weiterhin in Strömen. Drinnen ist es angenehm. Nach einiger Zeit schaue ich auf meinem Handy, wo wir inzwischen sind und darf feststellen, dass wir DIESELBE Strecke wieder zurückfahren. Dreieinhalb Stunden später sind wir wieder am Busbahnhof in Mataram, den wir am morgen um 9.30 Uhr verlassen haben. Der Mann, der uns das Ticket ausstellte, steigt ein und sagt, entweder müssen wir bar zahlen oder aussteigen. Ich krame die Telefonnummer von easybook.com hervor, niemand meldet sich. Der Ticketaussteller macht uns darauf aufmerksam, dass der ganze Bus nur wegen uns warte und nicht losfahre – welch Hohn nach der bisherigen Odyssee im Expressbus. Zähneknirschend bezahlen wir nochmals für die Fahrt. Der Bus fährt noch nicht los. Erst nach weiteren 15 Minuten startet der Motor. So weit, nicht mehr so gut! Ich verfasse eine empörte E-Mail an easybook.com und erhalte erstaunlicherweise rund 1.5 h später eine Antwort, wo man sich für die Umstände entschuldigt und verspricht, die Buchung rückgängig zu machen. Abends wird uns sogar ein Screenshot von der Rückbuchung geschickt. Schaue wir mal. Nach einer Stunde Fahrt – man erreicht den Fährhafen Lembar von Mataram aus also tatsächlich in einer (!) Stunde – ist der Hafen in Sicht. Der Bus hält, der Fahrer steigt aus, zündet sich eine Zigarette an. Menschen kommen rein und wollen Reis, Huhn, T-Shirts und Wasser verkaufen. Rund zehn Minuten später steigen die ersten Fahrgäste aus und frönen auch ihrer Sucht. Eine weitere Stunde Stillstand später, setz sich der Bus wieder in Bewegung, um auf dem Parkplatz vor der Fähre anzuhalten. Dasselbe Spiel von neuem. Zahlreiche Lastwagen fahren auf die Fähre, der Bus neben uns fährt auf die Fähre, wir bleiben (bei laufendem Motor) stehen. Der Fahrer und sein Gehilfe sitzen draussen, drücken auf dem Handy rum, schwatzen, rauchen und haben es lustig. Die Verkäufer drücken bei erfolgreichem Geschäften anschliessend dem Gehilfen etwas Geld in die Hand. So weit, gar nicht mehr gut! Wie man so eine kurze Reise, so unglaublich besch. organisieren kann, ist mir schleierhaft. Inzwischen ist die Fähre weg, um halb vier kommt die nächste. Wir scheinen die einzigen zu sein, die sich empören. Die anderen im Bus verbliebenen Fahrgäste blicken zwar auch regelmässig in Richtung des sitzenden, rauchenden und schwatzenden Chauffeurs, aber niemand sagt was. Alle harren still aus. Einzig einer steht auf, setzt sich auf den Sitz des Chauffeurs und hupt. Das war der grösste Gefühlsausbruch. Das brachte zwar auch nichts, aber immerhin. Irgendwann fahren auch wir auf eine Fähre und um 16.30 geht es dann endlich weiter. Man bedenke, wir rechneten damit, sechs Stunden früher auf der Fähre zu sein. Das mit der Engelsgeduld resp. mit dem Alles-Über-Sich-Ergehen-Lassen müssen wir noch üben.

 

Auf der Fähre gehen wir aufs oberste Deck, geniessen die Aussicht und die Ruhe. Vier Stunden später, der Hafen ist schon in Sicht, stoppen plötzlich die Maschinen. Es qualmt nicht mehr dunkel aus dem Kamin, die grosse Fähre gleitet noch etwas weiter, dann wieder Stillstand. Unglaublich! Dies scheint sich zu unserem schlimmsten Reisetag bisher zu entwickeln. Es dauert eine Weile, dann gibt es eine Durchsage. Woraufhin ich mich bei den rund 20 Jünglingen, die ebenfalls auf dem Deck sitzen, erkundige, ob jemand englisch spricht und was denn gesagt wurde. Einer konnte etwas Englisch. Ich interpretierte, dass er mir erklären wollte, dass wir abgeschleppt werden. Ich erkundige mich noch, was denn das Problem sei – daraufhin schauen mich alle ganz erschrocken an und mehrere meinen «no problem, Miss, no problem». Tatsächlich scheint das Problem kleiner als befürchtet. Irgendwann beginnt es wieder aus den beiden Kaminen zu qualmen und wir hötterlen in Richtung Hafen, zwar langsamer als zuvor aber immerhin geht es vorwärts. Wieder im Bus sitzend, kommt der einzig englischsprechende Fahrgast zu uns und erkundigt sich, ob alles ok ist. Philipp bejaht und fragt, was zuvor denn das Problem war. Beim P-Wort wieder ein erschrockener Blick, «no problem, there was no problem». Was das Problem mit problem ist, ist uns schleierhaft. Offenbar spricht man hier nicht über Probleme und lässt alles über sich ergehen.

 

Die Reise dauerte mehr doppelte so lange wie erwartet/angekündigt. Um 23 Uhr kommen wir schliesslich im geschichtsträchtigen Inna Bali Heritage Hotel an – schade, dass wir diesen Ort nicht länger geniessen können.

Pura Meru Tempel

Auch heute noch geht das mit dem Laufen nicht so rund. Das stete auf und ab beim Trottoir ist anstrengend. Aber immerhin ist zum Vortag eine Besserung festzustellen – allerdings bin ich auch bereits bei Muskelkater Tag Drei angelangt. Heute steht der Besuch des 1720 erbauten hinduistischen Tempels Pura Meru auf dem Programm. Die Anlage besteht aus drei Höfen. In einem stehen drei grosse und 31 kleine Schreine (Meru). Diese sind in Tücher gehüllt und mit zahlreichen Opfergaben versehen. Das höchste Fest des Jahres scheinen wir gerade verpasst zu haben. Wir wissen somit auch nicht, ob es immer dort das ganze Jahr hindurch so bunt aussieht. Es hat sogar einige Musikanten, deren Spiel wir eine Weile lauschen können. Eine herrliche Abwechslung zum sonst hektischen Stadtleben hier mit viel Verkehr und Lärm.

 

Das Wetter: wieder feuchtwarm. 

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Erholung in Mataram

Ausschlafen! Am Nachmittag etwas die Stadt erkunden und arbeiten. Kein spektakuläres, aber ein erholsames Programm für heute.

 

Muskelkater immer noch spürbar, auch sichtbar – ich laufe so langsam wie eine sehr alte Frau. Zum Glück hat es hier in der Stadt meist Sitzklos. Schon das ist recht unangenehm, wenn ich mich nirgends abstützen kann…

Eingequetscht

Schon im Bett liegend wird mir klar: der Muskelkater in den Beinen könnte heftig werden. Wieder gibt es ein leckeres Frühstück von Nuru: Rührei mit Tomaten und Käse sowie Toastbrot ohne Rinde. Dass man Toastbrot ohne Rinde kaufen kann, ist mir neu.

 

Vom Mann und Sohn der Haushälterin werden wir auf dem Töffli nach Kandidi chauffiert und dort bei einem der Busse, die nach Mataram fahren, abgesetzt. Etwas Geld wechselte den Besitzer – fürs Fahrgäste vermitteln gibt es wohl ein Trinkgeld. Der Komfort in den anderen beiden Bussen sieht ziemlich identisch aus. Auch hier wird schnell klar: das wird eine lange Fahrt werden. Immerhin sind wir die ersten und haben freie Sitzwahl. Direkt hinter dem Fahrer ist ungünstig, wie ich auf der ersten Fahrt feststellen durfte. Da sind die Füsse nur rund 10 cm tiefer als die Sitzhöhe. Auch die Plätze direkt unter den Lautsprechern kann ich inzwischen ausschliessen. Direkt neben den beiden Türen ebenfalls, da zieht es ständig, da die Türen auch während der Fahrt dauernd offen sind. Die ersten beiden Stunden kommen wir kaum voran, ständig hält der Bus wieder an, Männer, Frauen und Kinder mit vielen Säcken und Taschen steigen ein. Die grösseren Gepäckstücke landen auf dem Dach. Die Kaffeesäcke werden im Gang gestapelt. Als fast alle Plätze besetzt sind, geht es schneller voran. Auch die Strassen sind in einem recht guten Zustand, was ein zügiges Vorankommen ermöglicht. Dennoch gibt es einige weiteren Stopps – es steigen zwar nicht immer Leute zu, manchmal wird nur ein Sack hoch- oder reingehievt oder irgendwelche Dokumente zum Transport überreicht.

Das lange eingequetschte Sitzen wird bald mühsam. Morgens dachte ich ja noch, gut, dass ich mit diesem Muskelkater nicht weit laufen muss. Aber das stille Verharren mit Muskelkater wie ich ihn noch nie hatte, ist wesentlich mühsamer – Bewegung wäre wohl besser gewesen. Am nervigsten ist aber, dass alle Männer rundherum ständig am Qualmen sind. Ich habe noch keine Frau mit Zigarette gesehen, auch viele Jünglinge haben einen Glimmstängel zwischen den Lippen.

 

Nach gut 12 Stunden geht es auf die Fähre – eine willkommene Abwechslung und man kann die fahrende Blechbüchse für 1.5 Stunden verlassen. Auch hier dasselbe Bild wie zuvor: während die Ausländer ihren Abfall sorgsam einpacken, schmeissen die Einheimischen (oder wenigstens die überwiegende Mehrheit) einfach ALLES auf den Boden, egal wo sie gerade sind. Die Holländer hinter uns kaufen sich auf dem Schiff Erdnüssli. Die Schalen landen in einer Tüte. Der Mann auf der Bank nebenan schmeisst alles direkt auf den Boden. Unter der Sitzbank der Familie etwas weiter vorne türmen sich munter Bananenschalen, Brotreste, Plastikverpackungen usw. Auf der Insel Lombok angekommen müssen nochmals einige Kilometer im Bus bis Mataram bewältigt werden. Summa summarum: wir sind zu alt, um so zu reisen, wie die Locals, haben aber vieles gesehen!

Am Kraterrand

Gestärkt mit Reis, Gemüse und einem Spiegelei machen wir uns mit Stirnlampen auf den Weg. Bald schon wuchern am Rand die Monsterbrennesseln, vor denen wir bereits von Rik gewarnt wurden. Es war sicher eine gute Entscheidung, das langärmelige Hemd anzuziehen, denn die sehen sehr nach «aua» aus. Je weiter hoch wir kommen, desto lichter wird die Vegetation. Auch im Dunkeln kommen wir gut voran und hätten schon um fünf am Kraterrand sein können. Da aber mit Abnehmen der Bewaldung der Wind stetig zunimmt und die beiden Träger/Führer, die uns noch begleiten, nur mit Pulli ausgerüstet sind, machen wir an einer windgeschützten Stelle rund 20 min unterhalb des Kraters Halt. Als wir dann schliesslich oben sind, hat die Dämmerung schon angefangen. Es ist leider nicht wolkenfrei, da aber ein heftiger Wind weht, sehen wir doch immer ein Stück des riesigen Kraters und hinab in die Caldera. Auch der Ausblick in Richtung Meer über den dichten Wald ist herrlich!

 

Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Vulkan einst über 4000 m hoch war und sich nach dem letzten grossen Ausbruch nun nur noch rund 2700 Meter über das Meer erhebt. In der Caldera ist es überraschend grün. Um acht beginnen wir mit dem Abstieg, da wir während der letzten beiden Tage gut 2000 Höhenmeter bewältigt hatten, geht es nun halt auch wieder 2000 Höhenmeter runter. Beim Camp angekommen, hat Sopi wieder bereits gekocht. Wir schaffen aber nicht mehr eine so grosse Portion wie am Tag zuvor.

 

Um zwei Uhr gelangen wir zur Position 2, wo wir am Tag zuvor Zmittag assen. Ein Regenschauer überrascht uns – der Wald ist so dicht, dass man selten den Himmel richtig sehen kann. Aber es ist ein perfektes Timing. Entspannt können wir am Rastplatz unter dem Blechdach abwarten, bis das Ärgste vorüber ist. Wir sehen auch noch einen Musang – wie wir später erfahren, war das kein Zufall. Der treibt sich ständig da rum. Denn bei den fünf Positionen, machen viele Leute halt und wo viele Indonesier Rast machen, hat es viel Abfall. Das ist der negative Aspekt dieses Ausflugs. Wir sind geschockt von der Abfallmenge entlang des Weges. Wir hätten den Weg auch ohne Führer gefunden, man hätte einfach dem Trampelpfand mit dem meisten Abfall folgen können. Am Übelsten ist es in unmittelbarer Umgebung der fünf Rastplätze. Wie uns Rik später erzählt, wird am Nationalfeiertag (17. August) der Berg mit einheimischen Gästen überflutet. Offenbar wurde seither noch nicht gereinigt. 

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Unterwegs zu Fuss

Um acht Uhr geht es los. Begleitet von drei (!) Trägern machen wir uns auf den Weg. Vorbei an Kaffeeplantagen steigt der Weg leicht an, Töfflispuren sind auf den ersten Kilometern noch sichtbar, aber bald wird der Pfad schmaler, Baumstämme versperren den Weg und so geht es rechts und links an Hindernissen vorbei oder über und unter Baumstämmen hindurch. Ich bin es mich nicht gewohnt, beim Wandern gleichzeitig auf den Boden, wie auch nach rechts und links und nach oben zu schauen. Das ist aber notwendig, wenn man kein Spinnennetz im Gesicht haben will. Unsere Träger sind alle kleiner als wir… dennoch bleibt uns die Vielfalt an Tieren verborgen. Wir sehen vor allem Schmetterlinge, Vögel (meist nur aus der Distanz), Spinnen (< 3cm zum Glück) und Käfer.

 

Erstmals in so einem tropischen Regenwald unterwegs gibt es viel zu sehen und hören. Überall ist es saftig grün, aber auch braune, gelbe und rote Blätter liegen rum – alle Jahreszeiten gleichzeitig und es wuchert und wächst rundherum. Vor 200 Jahren sah es wohl eher aus wie eine Mondlandschaft – nach dem Vulkanausbruch von 1815 wuchs während des folgenden halben Jahrhunderts nichts. Eine schwedische Holzgesellschaft war Mitte des letzten Jahrhunderts in der Gegend tätig und hat fleissig gearbeitet resp. arbeiten lassen. Auch das hat sich auf den Baumbestand nicht gerade positiv ausgewirkt. Heute noch gehört der nordwestliche Teil der Halbinsel nicht zum Naturschutzgebiet, der Staat hat den Vertrag mit einer Holzfirma aus Jakarta verlängert. Dennoch gibt es einige sicher über 50 m hohe Bäume.

 

Wir kommen zügig voran resp. schreiten unsere Träger zügig voraus. Den Biwak-Platz erreichen wir bereits kurz vor zwei – anstatt wie geplant um vier Uhr. Din, Sahir und Sopi stellen umgehend das Zelt für uns auf, holen Wasser und bekochen uns. Die drei haben nicht nur Wasser, Zelt, Teekessel und Essensgeschirr mitgeschleppt, auch einen Wok und eine mobile Gaskochplatte ist im Gepäck! Nach einem feinen Znacht (wir wurden bereits zum Zmittag bekocht) kriechen wir kurz nach sechs in unsere Schlafsäcke. Das mit dem Einschlafen will nicht so schnell klappen, aber wir finden dann doch noch einige Stunden Schlaf, bevor es um eins Frühstück gibt, damit wir um zwei Uhr losmarschieren können. 

Unterwegs mit Bus und Töffli

Schon um sechs sitzen wir wieder in einem Bus. Dieses Mal sind wir früher dran, der Bus ist weniger vollgestopft und wir haben bessere Plätze. Allerdings habe ich den Lautsprecher über unseren Köpfen bei der Sitzwahl nicht bedacht. Nächstes Mal bin ich schlauer!

 

Fünf Stunden später erreichen wir Kandidi, von dort aus geht es auf Mopeds weiter. Grosser Rucksack, Fahrer mit Helm, Gast ohne Helm dafür mit kleinem Rucksack: das ist die Reihenfolge. Stetig geht es mit dem Töffli bergauf, nach dem Passieren der Nationalpark-Grenze und dem Bezahlen einer Gebühr (150'000 IDR, rund 10 CHF) geht es holprig weiter. Keine Teerstrasse mehr – dafür führt der Trampelpfad an Kaffeeplantagen vorbei zum Haus unseres Gastgebers Rik. In den Gärten und am Strassenrand wachsen neben Bougainvilles in verschiedenen Farben (pink, hellorange, orangepink, weiss), Papaya-, Orangen- und Mangobäume.

 

Auf rund 700 Höhenmeter befindet sich das letzte Dorf, von hier aus startet morgen unsere Tour auf den Tambora. Der Vulkan, der 1816 für das Jahr ohne Sommer verantwortlich war. Hier sind die Temperaturen angenehm, endlich!

 

Erkenntnis des Tages: Geckos tönen so: 

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Unterwegs mit Fähre und Bus

Mit der Fähre geht es vorerst weiter. Kommissar Dupin verkürzt mir die gut sieben stündige Fahrt. Von Sape aus gelangen wir mit einem vollgestopften Bus – immerhin haben wir einen Sitzplatz IM Bus – nach Bima. Wieder eine schwülheisse Nacht.

 

Man merkt ständig, wie gross dieses Land ist. Den Indonesier/die Indonesierin, das gibt es wohl nicht. Die Menschen sehen sehr unterschiedlich aus und würde man die Sprache(n) beherrschen, könnte man wohl auch hören, dass viele verschiedene gesprochen werden. Über 250 sollen es sein. Da erwähnt man dann nicht, dass man in der Schweiz sogar vier Landessprachen hat. 

Lahme Riesenechsen und bunte Meeresbewohner

Heute steht das Bestaunen der Komodo-Warane auf dem Plan. Die sind schliesslich der Grund für den Besuch auf Flores. Da wir nur einen Tagesausflug machen, fahren wir nicht zur weiter weg gelegenen Insel Komodo, sondern nach Rinca. Wir sind mit einem kleinen Holzboot mit einem Steuermann und einem Schiffsjungen sowie zehn Gästen unterwegs. Zwar nur aus Distanz, aber wir sehen eine Gruppe Delfine! Wir sind zwar auch nur mit Turnschuhen ausgerüstet, aber die Badeschlappen der einen Gäste lassen darauf schliessen, dass das keine grosse Wanderung auf Rinca werden wird. Es werden schliesslich zwei Gruppen gemacht. Die Badeschlappen-Touris sowie die weniger Fitten nehmen den kurzen Pfad, zu viert entschieden wir uns für den mittleren Weg, der ganze 1.5 km lang ist! Begleitet werden wir von je einem Ranger. Diese sind mit einem langen Stock mit Astgabel ausgestattet, um die Viecher auf Distanz halten zu können.

 

Komodo-Warane haben eine sehr gute Nase und so tummeln sich viele dort, wo die Häuser sind. Man hätte also einfach vor Ort bleiben und die schampar träg aussehenden Tierchen auf einer Bank sitzend bestaunen können. Dass Komodo-Warane schneller als wir rennen können, ist schwer vorstellbar – aber das ist es bei Krokodilen ja irgendwie auch. Auch dort hätte man den Eindruck, man würde so einem Tier locker davon sprinten. Dem soll aber nicht so sein. Wir begegnen zwar zwei Müttern, die vor ihrem Nest liegen, testen mussten wir aber dennoch nicht, wie schnell die unterwegs sein könnten, wenn sie denn wollten/müssten. Neben den Waranen sehen wir noch Affen und Kiwi ähnliche Vögel.

 

Der nächste Stopp wird bei einer kleinen Insel zum Schnorcheln gemacht mit fast weissem Sand, türkisblauem Wasser und vielen bunten Fischchen, Seesternen und Muscheln. Den Babyhai habe ich beim Schnorcheln verpasst, dafür einen später nur zwei Meter vom Strand entfernt gesehen. Eine andere Welt, dort unten. Zuletzt gibt es noch an einem pink beach einen Halt. Kleine, rote Korallen verleihen dem Strand eine andere Farbnuance. Der Begriff pink beach scheint aber doch etwas übertrieben, klingt aber werbewirksam.

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Multimillionär

Früh geht es los. Unser Flug nach Labuan Bajo via Denpasar auf Bali startet kurz nach sieben. Mit dem Taxi düsen wir richtiggehend an den Flughafen. In 40 Min sind wir dort, nur wenige Tage zuvor brauchten wir für dieselbe Strecke gut 1.5 h und im Abendverkehr waren wir einmal für eine Strecke von 18 Kilometern zwei Stunden lang unterwegs. Die schwarze Liste der indonesischen Fluggesellschaften, die von der EU gesperrt wurden, ist lang. So sind wir nicht unglücklich darüber, einen Garuda-Flug, die staatliche Airline, gefunden zu haben. Kaum den Flughafen am Zielort verlassen, sitzen wir schon wieder in einem Taxi. Um schliesslich zu unserer via airbnb gebuchten Unterkunft zu gelangen, müssen wir einige Meter bergauf laufen. Der Schweiss fliesst schon nach wenigen Schritten in Strömen. Hier ist das Klima in meiner Wahrnehmung einfach nur grässlich: viel zu feucht und viel zu heiss.

 

Labuan Bajo ist ein kleines Städtchen, auch hier, viel Verkehr und jeder zweite an der Hauptstrasse gelegene Laden organisiert Ausflüge, um die Dragons zu bestaunen oder ist ein Diving Center. Auf der zweispurigen Einbahnstrasse fahren neben zahlreichen Autos und kleinen Lastern doppelte so viele Motorräder. Wahrscheinlich muss man sich in diesem Land vor den Motorradfahrern mehr in Acht nehmen als vor den Autofahrern. Ein eigentliches Trottoir gibt es nicht, einzig einen Streifen, wo die Motorräder (und Autos) geparkt werden und vor den Hauseingängen etwas Platz (meist rund 10-25 cm über dem Strassenniveau) zum Durchlaufen. Das ergibt dann ein ständiges rauf und runter sowie links und rechts.

 

Zum Geld wechseln braucht man hier den Pass. Als Multimillionär verlassen wir die Bank genehmigen uns danach ein Bier resp. einen frischen Mango-Saft bei schönstem Meeresblick. Es gibt noch den Ausflug für morgen zu organisieren, danach geht es ins Bett. Während ein Schweissfilm den ganzen Körper umhüllt, versuche ich zu schlafen. Das gelingt für einige Stunden, dann erwache ich in einer Lache, öffne etwas die Tür und lasse frische Luft rein. Im Gegensatz zu drinnen, ist es draussen angenehm kühl – selbstverständlich nur in Relation zu den Temperaturen drinnen, nicht daheim in der Schweiz. Jetzt hätte ich gerne ein Hochbett oder wenigstens ein Flachdach. Dann hätte ich mein Mätteli ausgepackt, mein Moskitonetz aufgehängt und mich friedlich schlafen gelegt. Der Leidensdruck war aber zu wenig gross, um mich auf der sauberen Veranda auszubreiten. Was da in der Nacht alles so kreucht und fleucht, das will ich gar nicht wissen. Zudem wären die Nachbarn wohl über mich gestolpert, falls sie noch nicht im Zimmer waren.

Einen Tag im Wohlfühl-Tempel

Heute stand ausschlafen und schaffen auf dem Programm, das nimmt dann auch praktisch meinen ganzen Tag in Anspruch. Zum Besorgen einer SIM-Karte, wie auch für einen Kaffee und etwas Süsses und zum Znacht, muss ich keinen Fuss vor die Tür setzen. Das gibt es alles im Haus, es hätte auch noch ein Fitnessstudio, ein Kino, ein Lebensmittelgeschäft und einen Swimming-Pool mit etwas grün rundherum – alles, was das Herz begehrt... Im Flugzeug musste ich feststellen, dass die Batterie meiner Swatch alle ist, auch dieses Problem liess sich im Haus beheben. Kostenlos habe ich im Swatch Shop eine neue Batterie erhalten (gehört bei Swatch anscheinend überall zum Service, ist mir neu). Dass es geregnet hatte und heute im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen wirklich schwülwarm ist, habe ich verpasst.

Poulet, ein beliebtes Fotosujet

Wir wollen an einer Führung der Indonesian Historical Society durch das Nationalmuseum teilnehmen. Da die um halb elf Uhr beginnt und man immer genügend Zeit für die Wegstrecke einrechnen muss, können wir nicht allzu lange im Bett liegen bleiben. Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet hüpfen wir also schon wieder in ein Taxi, das schon wieder erst zügig und dann nur noch schleppend vorwärtskommt. Die Führung ist interessant und lehrreich. Wir lernen die Bedeutung des kris kennen: das Kurzschwert, der wohl wichtigste Gegenstand eines Mannes hier. Danach fahren wir – wieder mit dem Taxi – nach Norden ans Meer und spazieren ein Stück der Küste entlang. Mehrfach werden wir nach Fotos gefragt. Dass auch Leute in Jakarta sich noch mit Weissen ablichten wollen, damit habe ich nicht gerechnet. Die Weissen werden hier – so hört es sich wenigstens an – als «Poulet» bezeichnet. Schreiben tut man es wohl anders.

 

Sophie wurde während der vergangenen Monate in Jakarta kaum von Mücken gestochen. Nicht so wir. Eine halbe Stunde bei beginnender Dämmerung draussen und schon haben wir beide je fünf Stiche. Leider habe ich meinen neu am Flughafen Zürich erworbenen Riemser bite away Hitzestift nicht dabei, so dass ich diesen nicht umgehend testen kann. Im klimatisierten Hotelzimmer angekommen, wird dieses Ding umgehend eingesetzt. In einen Bericht hiess es, dass es sich unangenehm anfühlt, wenn der Stift kurz für wenige Sekunden auf 50° erhitzt, um die Proteine zu verändern. Ich bin offensichtlich eine Memme oder überaus hitzeempfindlich. Es ist nicht unangenehm, es tut weh und zwar richtig! Allerdings – diejenige, die so davon geschwärmt hat, hatte recht – der Juckreiz ist danach weg und man wünscht sich, so ein Ding schon vor Jahren besessen zu haben! 

Jakarta: viele Autos, noch mehr Töffli

Nach dem Znacht ist es in Abu Dhabi 23 Uhr, in Zürich wäre es 18 Uhr, in Jakarta Mitternacht – bis zum Abflug bleiben noch vier Stunden zu überbrücken. Die bequemen Sessel mit hoher Lehne und Beinstütze eignen sich zum Schlafen, eigentlich. Allerdings ist es das einzige, was zum Schlafen einlädt. Das grelle Neonlicht ist wenig schlaffördernd, noch störender sind die quäkenden Kinder und die Erwachsenen, die sich viel zu laut miteinander – oder noch schlimmer am Handy – unterhalten. So klappt das mit dem Vorschlafen nur mässig gut. Im Flugzeug ist es dann einfacher.

 

Neun Flugstunden später landen wir in Jakarta. Dort ist es inzwischen nachmittags um drei Uhr. Auch unser Gepäck hat die Reise heil überstanden und so schultern wir nach der Pass- und Zollkontrolle unsere Rucksäcke und marschieren zum Ausgang. Ein Blue Bird Taxi bringt uns in die Stadt. In allen Reiseführern wird empfohlen, nur mit den offiziellen Taxigesellschaften zu reisen. Diese sind mit Taxometer ausgestattet und man darf davon ausgehen, dass die Fahrer auch einen Führerschein besitzen. Zu Beginn geht es noch zügig voran, danach weniger. Stau oder kriechender Verkehr: das ist offensichtlich Alltag in Jakarta. Gewöhnt noch an die Verkehrsverhältnisse in Zentralasien sind wir von der doch recht rücksichtsvollen Fahrweise der Indonesier überrascht. Auch die Autos scheinen gut im Schuss zu sein, wenigstens im Zentrum. Verbeulte und vor sich hin rostende Autos sind mir in der Hauptstadt bisher keine aufgefallen. Die Töffli brausen links und rechts an uns vorbei und schlängeln sich soweit möglich an den anderen Verkehrsteilnehmern vorbei. Unser Taxifahrer manövriert durch den dichten Verkehr und bringt uns zum Luxustempel – das Shoppingcenter Lotte mit Wohnungen, wo wir kurz darauf Sophie treffen. Nach langem Plaudern schlüpfen wir um Mitternacht unter die Decke.

Luwak-Filterkaffee
Luwak-Filterkaffee

Gepäck unter Vordersitz: blöde Idee

Pünktlich startet unser Etihad-Flug in Zürich und fast pünktlich landen wir sechs Stunden später in Abu Dhabi. Leider haben wir keinen Fensterplatz, so kann ich den Zagros nur kurz vom Notausgang-Fensterchen aus bestaunen. Auch sonst hätte es sicher vieles zu sehen gegeben.

 

Vor der Landung riecht es plötzlich nach Erbrochenem. Dem Jungen vor mir ist das Gewackel zu viel geworden. Leider habe ich meine kleine Tasche unter dem Vordersitz deponiert – so wasche ich in Abu Dhabi auf der Toilette erstmal meine Tasche - seither nennt Philipp sie nur noch K-Tasche. 

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